Schlamm im Weiher
Wassergraben mit bewegter Geschichte und einer erstaunlichen Tier-und Pflanzenwelt wartet auf bessere Tage
Das ökologische Aus stand kurz bevor.Kriterien zufolge wäre der Wassergraben in spätestens 2 Jahren versandet gewesen
1996- Mittenthaler Weiher wird ausgebaggert
Teilweise musste mehr als ein Meter Schlamm abgetragen werden um das ursprüngliche Bett des Wassergrabens wieder herzustellen. Schlamm , der einige 50 Meter weiter auf einem Privatterrain abgelagert werden konnte.
Eine spezialisierte Firma baggerte den Weiher aus. Die Kosten hierfür wurden zu 50 % vom Umweltministerium und zu jeweils 25 % von der Monnericher Gemeinde und vom Monnericher Anglerverein Ellchen getragen.
Schlamm im Weiher ( erschienen im Tageblatt )
Der Mittenthaler Weiher wird ausgebaggert; ein Wassergraben mit bewegter Geschichte und einer erstaunlichen Tier- und Pflanzenwelt wartet auf bessere Tage.
Steinbrücken: Alt ist das Mittenthal, sehr alt. Schon zur Römerzeit führte der Weg von Dalheim zum Tëtelbierg durch die Senke zwischen dem heutigen Steinbrücken und dem Leudelinger Forst.
Geschichtlich belegt ist auch die Existenz eines anderen Weges durch den Bann von Ehlingen/Mess nach Bergem, der im Mittelalter “Weinstrasse” genannt wurde und der Diedenhofen über Rodemack, Bettemburg, das Messtal mit Arlon verband. So klagten die Ehlinger 1791, dass die Wege in einem ganz schlechten Zustand wären, Lange zuvor aber hat die Herrschaft Mittenthal schon existiert. Im Jahre 1530 erfragte sich Alexander Waldecker von Kempt, Gatte der Johanna von Mercy, Probst von Arlon, bei Kaiser Karl V. die Erlaubnis, auf dem Bann der Herrschaft Ehlingen ein verfallenes Gut mit Namen Mittenthal neu auf zu bauen.
Alexander Waldecker baute das bestehende Gemäuer zu einem befestigten Schlosshaus aus, das nur via eine Brücke über den in Dreiecksform angelegten Wassergraben zu erreichen war.
Geblieben ist heute vom staatlichen Gehöft Mittenthal nur noch der Wassergraben. Die Geb!aude, die neben dem Wohnhaus selbst noch wirtschaftliche Dependenzien( Brennerei, Schweineställe usw. )beherbergten, wurden Anfang des Jahrhunderts abgetragen.
Das “Mettendall” indes ist inzwischen zu einem willkommenen Naherholungsgebiet mit ausgebauten Spazierwegen geworden.
Der Weiher selbst, im Bann, wo der Überlieferung nach neben der burgähnlichen Anlage Mittenthal noch zwei weitere Schlösser (Scheirendall bei Ehlingen und Déirendall zwischen Bergem und Abweiler ) gestanden haben sollen, ist heute Eigentum des Staates, gemietet von der Gemeinde Monarch und gepachtet vom Monnericher Angelverein” Ellchen ” seit rund 20 Jahren.
Das ökologische Aus stand kurz bevor!Neben dem Verein waren es auch vor allem die Monnericher Grünen, die sich dafür stark gemacht haben, den verschlammten Weiher zu säubern und bis auf den Grund neu aus zu baggern, weil ökologischen Kriterien zufolge der Wassergraben spätestens in zwei Jahren komplett versandet wäre.
Inzwischen hatte die Wassertemperatur im teilweise nur einem knappen halben Meter tiefen Teich zur Sommerzeit 27 – 28 Grad Celsius erreicht. Ein Verhängnis nicht nur für die Forellen, die allgemein Wassertemperaturen von gerade mal 7 Grad bevorzugen, so Camille Fonck, Präsident der Monnerecher Ellchen.
Und so tat es not zu handeln, was dann auch geschah. In einer konzentrierten Aktion, die zu 50 % vom Umweltministerium und zu 25 % von der Monnericher Gemeinde und vom Monnerecher Angelverein finanziert wird, baggert dieser Tage eines spezialisierte Firma den Weiher aus.
Teilweise mehr als ein Meter Schlamm muss abgetragen werden, um das ursprüngliche Bett des Wassergrabens wieder herzustellen. Schlamm, der einige 50 Meter weiter auf einem Privatterrain abgelagert wird.
Fische, Krebse und Muscheln
Diese Arbeit ist ungleich wichtig, weil in diesem Biotop neben seltenen Pflanzen auch eine ganz ausgeprägte Tierwelt heimisch ist. So gibt es neben zahlreichen Fischarten, wie Forellen, Brachsen, Wildkarpfen, Schleien, Rotaugen, Lauben, und Barschen auch Flusskrebse, die inzwischen in heimischen Gewässern sehr selten geworden sind, und, man staune Süssswassermuscheln in hehrer Zahl. In rund zwei Wochen werden die Arbeiten abgeschlossen sein, das Wasser wieder einlaufen gelassen, und die Fische, die inzwischendurch in einem schmalen Nebenarm des namenlosen Bächleins, das den Weiher speist und danach in die <Mierbech> fliesst, die Ihrerseits wiederum hinter der Hüncheringer Mühle in die Alzette mündet, wieder in den Teich zurückgesetzt wurden .
gezeichnet fr.
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Luxemburger Wort 7.7.1998

Fischweiher im< Mettendall >instand gesetzt
In den vergangenen Monaten wurden die Fischweier im Mettendall bei Bergem und Steinbrücken instandbesetzt. Am Freitag voriger Woche wurden sie offiziell ihrer Bestimmung wieder übergeben. Die Weiher, die an an verschiedenen Stellen nur noch Tiefen von 30 und 40 Zentimeter hatten, drohten zu kippen. Die jetzigen Tiefen betragen wieder 3-4 Meter. Die Arbeiten wurden von der Gemeinde Monarch in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung und dem Fëscherclub<Monnerecher Ellchen> durchgeführt. Des Weiteren wurden die Aussenanlagen instandgesetzt.pm
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– Gedenken zu sengem treien Member Eugène GERSON




